Re: Alles eine Frage ......Nockenwelle (Allgemein)
Als Antwort auf: Re: Alles eine Frage ......Nockenwelle von coen van dijk am 31. Juli 2002 02:49:39:
An einem gut laufenden Motor kaeme ich nie auf die Idee,z.B.auf Verdacht
die Pleuellager oder noch schlimmer,die Kurbelwellenlager zu wechseln.
Weder an dem BMW Diesel mit dem Ventilschaden,Laufzeit bis zum Schaden
immerhin ca.280000 km,noch bei meinem anderen "Oldtimer",einem Audi 200Turbo5
bei einer Laufzeit von ca.260000 km waren an den Pleuellagern irgendwelche
Auffaelligkeiten zu entdecken,selbst die Notlaufschicht war unbeschaedigt
erhalten und es waren auch keine Materialverschiebungen zu sehen.
Soweit ich weiss,bestehen bei beiden Motoren bereits die oberen Lagerschalen
bzw.die Verschleissschicht aus dem hochwertig aufgebrachten Material.
Grosser Denkfehler! Ein ausgeklapperte Motor geht wegen geringere innere
Reibung in 99% der Falle sehr gut. Deswegen denken die Besitzer das das Auto
sehr gut in Schuß ist, bis es knallt.
Ich hab' das am Eta mehr oder weniger prophylaktisch mal gemacht,
Lagerschalen wechseln. Und weil ich schon dabei war hab' ich Pleuel-
und Hauptlager gewechselt.
Die schlimmste Lagerschale war die da:
http://www.asamnet.de/~hoffmani/bmw/bilder/18-03-2002/lagerschalen-2.jpg
(km-Stand: 350 000)
Ich habe im Motoren-Forum schon wesentlich schlimmere Schalen gesehen.
Inwiefern die blanken Stellen (von der Riefe mal abgesehen) schon kritisch
sind, weiß ich nicht. Ich habe mir das Ausmessen des Lagerspiels gespart,
weil die Kurbelwelle i.O. war und die Lager sowieso neu reinkamen.
Vermutlich hätte ich aber noch eine ganze Weile weiterfahren können.
Die Riefe sitzt ungefähr da, wo die Ölbohrung mündet.
Diesel müssen zwar mit höheren Belastungen fertig werden, haben aber
auch "bessere" Teile verbaut als die Etas.
Am schnellsten sind wohl doch die Schalen der hochtourigen Benziner durch.
Je mehr Drehzahl, desto schneller.
Wegen zu erreichenden Laufleistung ist Fahrstill und Wartung von eine so grosse
Bedeutung, das es zwischen 20.000 und 550.000 km ohne Überhohlung sein kann. Zu
bestimmen von richtige Zeitpunkt wo mann beherscht eingreifen soll ist
schwierig, sehr sicher wenn mann die Geschichte von Auto nicht kennt.
Richtig. Das war einer der Gründe, warum ich bei 230 000 km und
7 Jahren Alter die eingelaufene Nockenwelle gewechselt habe, anstatt
mir einen kompletten Ersatzmotor zu besorgen.
Denn bei meinem Motor wußte ich: 200 000 km stammen von den
Autobahnfahrten meines Vaters und der Motor ist sonst i.O.
Heute hat der Motor gut 430 000 km drauf. Läuft immer noch 
N.