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AU nicht bestanden, CO-Wert zu hoch, 122 PS eta (Allgemein)

Eric65, Straubing, Freitag, 02.10.2020, 10:40 (vor 19 Tagen) @ kiefer

Hallo,

es handelt sich um einen 09/85 122 PS eta. Laut VIN ohne Kat vom Band gelaufen, ab Tag der EZ mit GKat ausgestattet durch BMW... quasi ein WerksKat.
Habe dieses Jahr viel am Leerlaufsystem rumgebastelt, und zum ersten mal seit ich den Wagen habe (über 14 Jahre) einen stabilen Leerlauf ohne Sägen. Leerlaufsteller ultraschallgereinigt, anderes LL-Steuergerät, andere gesäuberte Drosselklappe, teilweise neue Schläuche (auch den Faltenbalg etc), ... seitdem ist die LL-Drehzahl zwar etwas hoch, meist ca 950rpm (nach Autobahnfahrten an der ersten Ampel auch mal 1000rpm), aber das stört mich nicht weiter. Wenn der Wagen wieder mal 3 oder 4 Wochen steht, ist stets die Batterie abgeklemmt. Lernt sich das eta System auch erst wieder an oder hat das feste Sollwerte?
Heute vor der HU bin ich ca 20 km Autobahn gefahren, meist im dritten Gang bei ca 3500rpm, damit der Kat gut gewärmt ist. Es hat jedoch geregnet und die Außentemp war nur ca 13 Grad. Die technische Untersuchung war wie eigentlich immer kein Problem, aber bei der AU haben wir nach nach dem 4. Versuch abgebrochen. Egal, welche Drehzahl wir probiert haben, der CO Wert war meist so um die 0,6. Lambda Wert war ok, meist knapp unter 1 (die Sonde ist max 10-15 tkm erst drin). Zwar haben die Prüfstelle und ich ein sehr gutes Verhältnis, aber heute habe ich seit Langem mal nicht die Plakette im ersten Anlauf geschafft.
Was meint ihr:
- war der Kat noch zu kalt (der ist ja recht groß und auch nicht ganz nah beim Motor) oder ist der generell fertig nach 35 Jahren und über 200tkm?
- welche Fehlerursache könnte es noch geben?

Ich habe den Wagen nicht mit einem H Kennzeichen zugelassen, da er mich im Saisonzeitraum 04-10 mit Euro 2 und einer Vollkasko Youngtimer Versicherung weniger kostet. Wenn alle Stricke reißen, mache ich den Kat raus und rüste um auf die werkseitige Variante ohne Kat (ich habe noch ein oder 2 dieser Anlagen irgendwo), nach Rücksprache mit meinem TÜV ist dies machbar und H-konform, da die VIN aussagt, dass er ohne Kat produziert wurde ;-). Aber je weniger Arbeit und Aufwand ich habe, umso besser...

Gruß,
Stefan


Hallo Stefan,

... wenn die LL-Drehzahl permanent zu hoch ist, ein eta hat nur 650 - 700 U/min, dann ist da etwas faul! Ich würde da den Fehler suchen und erst wieder zur AU antreten, wenn sich das normalisiert hat. 200 TKm ist auch etwas viel für einen Kat, ein "Erstausrüster" sollte das aber noch bestehen.
Ich habe bei unseren M20/Kat überall einen "Warmlaufregler Euro (?)" verbaut, der lässt den Kat schon nach wenigen Minuten Laufzeit selbst im LL anspringen,... noch nie Probleme bei der AU gehabt, auch nach längerer Wartezeit. Auch wurde das am Prüfgerät schön angezeigt, wenn der Kat noch nicht Prüftemperatur hatte, der Prüfer hat dann ein - zwei Minuten gewartet, sich etwas Anderes angesehen und dann erst die AU begonnen, als der Kat die Arbeit aufnahm.

Beim eta "verdünnisieren" sich sehr gerne die Dichtungen der sechs Ansaugrohre, die bekommen Risse, manchmal werden sogar Teil-/Bruchstücke der Dichtung in den Saugkanal gesogen, die ziehen dann auf dem Zylinder Falschluft. Also mal mit Bremsenreiniger ansprühen, meist ist es die Unterseite, da ist die Dichtung am dünnsten. (hatte das schon 2mal bei Originalmotoren!)


Gruß Eric


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